Dóra Maurer
Dóra Maurer wurde 1937 in Budapest, Ungarn, geboren. Von 1955 bis 1961 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste in Budapest. 1967 erhielt sie ein Arbeitsstipendium in Wien, wo sie seitdem zeitweise lebte und von wo sie westeuropäische Länder bereiste. Von 1987 bis 1991 war sie Gastprofessorin an der Akademie der bildenden Künste in Budapest, seit 2003 hatte sie dort eine Professur inne. Von 1975 bis 1977 leitete sie zusammen mit Miklós Erdély einen Kunstkurs am Kulturzentrum Ganz MÁVAG in Budapest. Von 1990 bis 2007 war sie zunächst Dozentin und von 2003 bis 2007 Professorin an der Ungarischen Akademie der Künste in Budapest. Zwischen 1999 und 2002 erhielt sie vom ungarischen Kulturministerium ein Széchenyi-Professorenstipendium. Im Jahr 2003 wurde ihr der renommierte ungarische Kossuth-Staatspreis verliehen. Im Jahr 2013 erhielt sie den Peter-C.-Ruppert-Preis für konkrete Kunst in Europa. Dóra Maurer lebte in Wien und Budapest, wo sie 2026 verstarb.
Maurer gilt als eine der bedeutendsten ungarischen Künstlerinnen der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Die Künstlerin arbeitete konzeptuell und multimedial mit Druckgrafik, Malerei und Fotografie und beschäftigte sich intensiv mit den neuen Möglichkeiten des Experimentalfilms. Systematisch untersuchte sie Fragen der Bewegung und Formen der Serialität und thematisierte die Relativität der Wahrnehmung. Ihre Videos, in denen sie selbst auftritt, haben einen performativen Charakter. Ihre experimentellen Arrangements wirken logisch kalkuliert. Die Bewegungsmuster basieren auf präzisen zeitlichen Abläufen und zeichnen sich durch Wiederholung, Variation und zufällige Verschiebungen aus. Durch ihre Lehrtätigkeit beeinflusste Maurer mehrere Künstlergenerationen.
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