Model for Skateboard Pavilion

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Generali Foundation, © Foto: White Stephen

Dan Graham

Model for Skateboard Pavilion, 1989

Architekturmodell Zweiwegspiegel, Aluminium, Polyesterguss, hellgrau lackiert und mit Graffiti bemalt, Grundfläche aus Holz mit Sand und Sägemehl beschichtet, grün lackiert, Sockel aus Sperrholzplatten, grau lackiert 206 x 145 x 145 cm

GF0000191.00.0-1995

Werktext

Dan Graham gilt als einer der einflussreichsten Konzeptkünstler seiner Generation. Beeinflusst von psychoanalytischen Überlegungen und mit besonderem Interesse an sozialer Interaktion, an Musik, Alltags- und Popkultur setzt er sich seit den 1960er-Jahren mit Architektur, Film, Video und Performance auseinander. Von zentraler Bedeutung ist für ihn dabei die Selbst- und Fremdwahrnehmung des Individuums in sozialen Räumen. Seine architektonischen Konzepte manifestieren sich vor allem in einer Serie von Pavillons, in denen er durch den Einsatz von Glas, Zweiwegspiegeln und anderen semitransparenten Materialien Raumkonstellationen schafft, die sowohl eine individuelle als auch eine gruppendynamische Wahrnehmung ermöglichen. Den Ende der 1980er-Jahre entstandenen Entwurf für einen Skateboard-Pavillon beschreibt er wie folgt: „Der Skateboard Pavillon, bestehend aus einer großen konkaven Zementplatte zum Skateboardfahren und einer Überdachung aus Zweiwegspiegelglas, ausgebildet als eine vierseitige Pyramidenform, die im oberen Teil gekappt und dadurch offen ist, wurde zuerst als ‚Attraktionspunkt‘ für die Internationale Gartenschau 1993 in Stuttgart konzipiert. Der Vorschlag wurde nicht angenommen, vermutlich weil man diese Idee eines Freizeitangebotes vor allem für Teenager für keine gute Idee hielt. Die Maximalwirkung wird erzielt, wenn sich der Skateboardfahrer der Außen- oder Oberkante der konkaven Platte nähert, zum Himmel beziehungsweise zur Überdachung hochschaut und an deren Unterseite ein kaleidoskopartiges Bild – eine Kombination von Reflexion und Transparenz – von sich selbst und seiner unmittelbaren Umgebung sieht. Die Öffnung im abgeschnittenen Oberteil ergibt ein diamantförmiges Bild, das sich ebenfalls auf das Zweiwegspiegel-Vordach projiziert.“1 (Jürgen Tabor) 1 Dan Graham, „Skateboard Pavillon“, in: Jahresring: Der öffentliche Blick, Bd. 38 (1991): S. 200.

Leihgeschichte
2014 Tilburg, NL, De Pont museum voor hedendaagse kunst 2005 München, DE, Haus der Kunst 2002 Helsinki, FI, KIASMA Nykytaiteen museo Kiasma 2002 Düsseldorf, DE, Kunsthalle 2001 Otterlo, NL, Kröller-Müller Museum 2001 Paris, FR, MNAM Museé d'Art Moderne de Paris 2000 Porto, PT, Fundacao Serralves