Ich glaubte Gefangene zu sehen

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© Sammlung Generali Foundation - Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg, Foto: Werner Kaligofsky

Harun Farocki

Ich glaubte Gefangene zu sehen, 2000

Ein-Kanalversion der gleichnamigen Zwei-Kanal Videoinstallation Video, Farbe, Ton, 25 min Regie: Harun Farocki Kamera: Cathy Lee Crane Produktion: Harun Farocki Filmproduktion, Generali Foundation

GF0002200.00.0-2000

Werktext

Bilder aus dem Maximum-Security-Gefängnis in Corcoran, Kalifornien. Die Überwachungskamera zeigt einen tortenstückförmigen Ausschnitt, den betonbedeckten Hof, auf (in) dem die Gefangenen in kurzen Hosen und meist ohne Hemd eine halbe Stunde am Tag verbringen können. Ein Häftling greift einen anderen an, worauf die Unbeteiligten sich sogleich flach auf den Boden legen, die Arme über dem Kopf. Sie wissen, was jetzt kommt: Der Wärter wird eine Warnung rufen und danach Gummimunition abfeuern. Hören die Häftlinge mit dem Kampf jetzt nicht auf, schießt der Wärter scharf. Die Bilder sind stumm, vom Schuss zieht der Pulverrauch durch das Bild. Die Kamera und das Gewehr sind gleich nebeneinander. Blickfeld und Schussfeld fallen zusammen … Die Sträflinge sind fast nackt (sie trainieren ständig ihre Muskeln) und haben nichts außer ihrer Clanzugehörigkeit. (Harun Farocki)

Leihgeschichte
2008 New York, NY, USA, Austrian Cultural Forum New York 2007 Luxembourg, LU, Casino, Forum d'art Contemporain 2007 Amsterdam, NL, Vlaams Cultuurhuis de Brakke Grond 2007 London, GB, Bloomberg Space 2006 Barcelona, ES, M.I.C.E.C 2005 Amsterdam, NL, de Appel Amsterdam 2003 Graz, AT, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum 2003 Dünkirchen, F, Terre Neuve 2002 Paris, F, Goethe Institut