Dorit Margreiter

Biografie

Dorit Margreiter wurde 1967 in Wien geboren, wo sie an der Hochschule für angewandte Kunst studierte. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit unterrichtet sie, ist Autorin, Kuratorin sowie Grafik-Designerin. Margreiters Arbeit wurde mehrfach prämiert, zuletzt mit dem renommierten Otto Mauer Preis. Sie lebt in Wien.

Erweiterte Biografie

Margreiter ist eine wichtige Protagonistin jener Bewegung, die zu Beginn der neunziger Jahre die Repräsentations- und Vermittlungssysteme der Kunst hinterfragt. Mit Mathias Poledna und Florian Pumhösl realisiert sie mehrere gemeinsame Projekte (1991-93), darunter "Material, Texte, Interviews" (1991), und die Installation "Impact" (1993) für die Ausstellung "Kontext Kunst" in Graz. In ihrer von den Cultural Studies geprägten Herangehensweise entwickelt sie eine über kunstimmanente Fragestellungen hinausgehende interdisziplinäre Kunstpraxis, die gleichermaßen ethnologische, architektonische und politische Zusammenhänge thematisiert. Margreiters Videos, Fotografien und Installationen verfolgen als Grundmotiv die Konstruktion von sozialen Räumen durch populäre Bildmedien. Dabei beleuchten sie modernisierte Subjektivität und ihre Möglichkeiten der Verortung und Zugehörigkeit im Kontext des Alltäglichen. Bereits ihre erste Einzelausstellung "Mein Schlafzimmer in Prag" (1993) zitiert mit dem Motiv des "Beamens" als Metapher für gesellschaftliche Aufbrüche medial vermittelte Populärkultur und verschränkt diese mit gender-politischen Fragen. Die für die Ausstellung "The making of" entstandene Installation "Into Art" (1998) greift strukturelle Mechanismen einer Soap Opera auf und transferiert diese in den Kunstbereich. Das vorgefundene Soziotop der Generali Foundation wird in Form eines Trailers zur Matrix einer fiktiven Fernsehserie. In den folgenden Arbeiten wie "Studio City" (1999), "Some Establishing Shots" (1999) und "Short Hills" (1999/2000) macht Margreiter den Einfluss von Fiktionen aus der Film- und Fernsehindustrie auf Prozesse der Identitätsfindung und die Verhandlung sozialer Wirklichkeiten sichtbar. Ihre jüngste Ausstellung "Event Horizon" (2002) untersucht das Ineinandergreifen der Kategorien "Erlebnis" und "Raum" u.a. anhand des Neubaus Guggenheim Filiale in Las Vegas.

Künstlerbücher

  • Dorit Margreiter, Anette Baldauf. The She Zone. Hg. Bawag Foundation, Wien. Texte von Baldauf, Anette; Margreiter, Dorit. Frankfurt am Main: Revolver, Archiv für aktuelle Kunst, 2004.
    KM Margreiter Dorit 07 & Anette Baldauf -