Hermine Freed

Biografie

Hermine Freed wurde 1940 in New York geboren, sie starb dort 1998. Freed studierte ursprünglich Malerei an der Cornell University und der New York University, war aber hauptsächlich als Filmemacherin tätig. Ab 1974 war sie Dozentin für Videokunst an der School of Visual Arts, New York. Ihre Dokumentarfilme beschäftigen sich mit weiblicher Wahrnehmung und weiblichem Selbstverständnis. In frühen Videos wie Two Faces (1973) untersuchte Freed die Beziehung zwischen dem direkt Wahrgenommenen und dem Wiedererkennen bereits gemachter Erfahrungen. Sie arbeitete mit Techniken wie beispielsweise dem Bluebox-Verfahren, mit Bildüberlagerungen und elektronischen Farbveränderungen ebenso wie mit Spiegeln, optischen Geräten, Linsen und Vergrößerungsgläsern. Durch Veränderungen und variierende Zuordnungen bot die Künstlerin neue Möglichkeiten des Sehens, die sie gleichzeitig in Frage stellte. 1973 nahm Freed an den Videofestivals Circuit im Everson Museum of Art, New York, und Trigon in Graz teil, sowie 1975 bei Projects: Video VI im MoMA, Projections im Whitney Museum und Video Art in der Serpentine Gallery in London. Hermine Freed war bei der 10. Biennale von Sao Paulo (1973) und der Documenta 6 (1977) vertreten.