© Sammlung Generali Foundation - Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg, Foto: Werner Kaligofsky

C. Angelmaier

C.A.pictures, 1992

Video, Farbe, ohne Ton, 12 min 30 sec
„Sie zeigt die Retrospektive ihres Gesamtwerks .... Im Kompilationsfilm über ihre letzte Ausstellung sind die Bildinformationen der einzelnen Filme und die Installationen der Monitore im Galerieraum übereinander montiert. Die Speichermöglichkeit geht auf unendlich.“ (Birgit Flos, lo(o)sgelöst 1992) Birgit Flos in „lo(o)sgelöst“ 1992, Hg: PRINZGAU/podgorschek: C. Angelmaier arbeitet mit der Lichtbewegung im Raum, auf öffentlichen Gebäuden, auf Plätzen. Ihr Grundmaterial ist das „kleine Format“, der Super-8 Film (die Einzelbildschaltung). Sie ist eine Handwerkerin für Licht und Bewegung. Video ist ihr Träger-/Auffangmaterial. Auf dem Monitor werden ihre Filme wiedergegeben. Sie interessiert sich für die Oberfläche des Monitors. Vom Monitor mit der Makrolinse wieder abgefilmt ist nur die alleräußerste Oberfläche bei der fotografischen Wiedergabe scharf, der äußerste Raster. Was aber spielt sich dahinter ab? In welche Dimension geht die Oberfläche des Monitors (sichtbar) in die Tiefe, in die Unschärfe? „Die meisten Rezipienten kommen über die Glätte des Schirms nicht hinweg“. Sie zeigt die Retrospektive ihres Gesamtwerks (in 5-1 Kader pro Bild, 9 Einstellungen in der Sekunde). Im Kompilationsfilm über ihre letzte Ausstellung sind die Bildinformationen der einzelnen Filme und die Installationen der Monitore im Galerieraum übereinander montiert. Die Speichermöglichkeit geht auf unendlich. Wenn es keine Erzählung gibt, sollte man auf die Nacherzählung verzichten. Eine totale Verweigerung der Erzählung muss aber misslingen. Auch in der Staccato-Abfolge der Bilder bleibt der wiedererkennbare Imprint einer fotografischen Wirklichkeit. Erzählungen schleichen sich durch das Material ein: Da sind Kratzer auf dem Film, die Fettstift-Markierungen, ein Fehler (Insekt?). Auf dem Monitor sind sie Hinweise auf die Materialität von Film und seine Geschichte. Alles ist im Rauschen des Videobandes: Schwarz und Weiß, alle Farben und jede mögliche Information. Bis man die Augen vom Automatismus des Wiedererkennens gelöst hat und für Augenblicke – wirkliche Augenblicke – anders: in Farben, Formen, Strukturen zu sehen und zu denken beginnt: „Der Film HORST AUER ist der Versuch eines visuellen Gewebes aus Strukturen und Farben“ (C. Angelmaier). Wieder geht es um Oberflächen. Die ganze sichtbare Welt wird auf dem Monitor zur Oberfläche, zur Außenhaut. Hier ist der Versuch, eine Weltschau zu bieten, jeder Blick ist unhierarchisch gleichwertig, umgedeutet durch den nächsten, in Frage gestellt durch den vorangegangenen. STATEMENT 9: WIE WÄRE ES DAMIT: DIE KUNST IN DIE FREIHEIT DES SCHAUENS, DES ZUFÄLLIG-SEHENS, AUCH DES NICHT-GESEHEN-WERDENS. ZU RISKANT? Die Gleichwertigkeit von Blicken sprengt die Hierarchie der Wertigkeiten. So stelle ich mir die immaterielle Architektur für futuristische Wohnorte vor: Im Raum steht ein Monitor, auf seiner Nuroberfläche habe ich potentiell die ganze Welt. Das ist nicht mehr mein Zimmer. Der Raum verändert sich. Beim ersten Sehen sind es optische und akustische Zumutungen: Farbflimmern, Lärmrauschen. Beim zweiten Sehen beginnt der Prozess des Strukturierens, Themen werden deutlich, Überlagerungen, Montagestrategien, Kontraste, Bild-Tonraster. Später, wenn man die Filme schon oft gesehen hat, kann man sie mitsummen. C. Angelmaier plant einen abendfüllenden Spielfilm. Er wird davon handeln, wie die Menschen miteinander umgehen. „Ein Film über Wahrnehmung und Kommunikation“. Kommunikation beginnt dann, wenn A1 von A2 x will und A2 von A1 x’. Eine Soap Opera, eine Enzyklopädie menschlicher Beziehungen. „Eine flinke Sache“ würde C. Angelmaier sagen. „Guten Abend“ spricht ihr Gesicht vom Videoschirm „ich hoffe, Sie haben einen unterhaltsamen Abend, welcome to C.A.pictures“.
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