© Heimo Zobernig

Heimo Zobernig

Video/Kino+(Ja/Nein, Ernst Schmidt jr. 1968, 1999

Video, Farbe, ohne Ton, 6 min (Loop) Kamera: Heimo Zobernig Produktion: Kunstverein München Schnitt: Edition M GmbH
Die abstrakten Rasterpunkte des Fernsehbildes werden langsam konkreter und zeigen das sich endlos reproduzierende Bild eines Fernsehers, das durch eine Kamera-Monitor-Rückkopplung erzeugt wird. Die Kamera zoomt weg, wendet sich vom Fernseher ab und dem nächsten Raum zu, einem gänzlich in weiß gehaltenen Kinosaal. Die Leinwand ist ein schwarzes Quadrat, zusätzlich flankiert von einem roten und einem grünem Bild. Plötzlich wird die Farbe invertiert, die Leinwand wird weiß und füllt den ganzen Bildschirm: Der Experimentalfilm Ja/Nein von Ernst Schmidt jr. beginnt. Nach Ende des Films zoomt die Kamera weg, die Farbe springt zurück. Schließlich wendet sich die Kamera ab und kehrt zurück an ihren Ausgangspunkt, zu den Mikrobestandteilen des Fernsehbildes. Der Loop wird fortgesetzt ... Zobernig stellt die ”klassische” Filmavantgarde und ihre Beschäftigung mit dem filmisch Signifikanten dem Medium Video und seinen Möglichkeiten zur Selbstreflexion gegen-über. In einer fast narrativen Inszenierung, die von verschiedensten Zitaten und Anspielungen durchsetzt ist, werden Video und Kino in dialekti-scher Abhängigkeit gezeigt. (Claudia Slanar)
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