Bodies–Cities

Sammlungen und Exkurse

Ausstellungsdauer: 19. Oktober 2019 – 8. März 2020
Ausstellungsort: Mönchsberg [1]

 

Städte, insbesondere Metropolen, sind faszinierende Phänomene. Es sind in ständiger Veränderung begriffene Umgebungen und Milieus; Orte, an denen sich gesellschaftliche Betriebsamkeit mit architektonischen, politischen und ökonomischen Strukturen verbindet. Die Körper spielen in diesem Geflecht eine zentrale Rolle. Gerade die Protestformen der Gegenwart zeigen, dass die physische Präsenz im urbanen Raum trotz zunehmender Digitalisierung eine enorme Wirksamkeit hat. Darüber hinaus gibt es weitere grundlegende Ebenen – von urbanen Lebensrhythmen bis zur sozialen Interaktion –, auf denen die enge Verflechtung von Körpern und Städten sichtbar wird.

 

Bodies–Cities widmet sich – ausgehend von der gesellschaftskritischen Kunst der 1960er- und 1970er-Jahre – dieser Verbindung von Körperlichkeit und Urbanität und verfolgt verschiedene Wege bis in die Gegenwart. Die Ausstellung vereint zentrale Werke und selten gezeigte Arbeiten aus den Sammlungen der Generali Foundation und des Museum der Moderne Salzburg mit ausgewählten internationalen Leihgaben.

 

Die Ausstellung gliedert sich in mehrere miteinander verbundene Themenbereiche. Am Beginn von Bodies–Cities stehen Erkundungen städtischer Räume und Lebensformen, die den Körper als Medium in den Mittelpunkt rücken. In einem weiteren Themenfeld werden Körper und Architektur als einander gegenüberstehende Bedeutungsträger von Ideologie, Identität und Geschichte untersucht. Die Ausstellung widmet sich aber auch der Rolle intimer Räume und isolierter Lebensbereiche innerhalb des urbanen Gefüges und thematisiert den Körper als Werkzeug von Subversion und Widerstand.

 

Kurator/innen: Marijana Schneider und Jürgen Tabor

 

Mit Arbeiten von:
Anna Artaker / Meike S. Gleim, Alice Creischer / Andreas Siekmann, Lili Dujourie, VALIE EXPORT, Isa Genzken, Dan Graham, Ulrike Grossarth, Luis Jacob, Allan Kaprow, Renate Kowanz-Kocer, Friedl Kubelka, David Lamelas, Gordon Matta-Clark, László Moholy-Nagy, Inge Morath, Adrian Piper, Martha Rosler, Allan Sekula, Marinella Senatore, Richard Serra, Johanna Tinzl, Stephen Willats

 

Isa Genzken, Met Life, 1997. Farbfotografie aus der Mappe postproduktion © Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg. Foto: Werner Kaligofsky