30 Jahre Generali Foundation

In Dialog mit 1918 1938 1968

Dan Graham, Model for Star of David Pavilion, 1989, Architekturmodell, Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg, © Generali Foundation, Foto: Werner Kaligofsky

Eröffnung der Ausstellung: 27. April 2018, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 28. April 2018 – 7. Oktober 2018
Ausstellungsort: Museum der Moderne Salzburg, Mönchsberg

 

Im Jahr 1988 wurde die Generali Foundation gegründet. Seitdem hat sie mehr als hundert wegweisende Ausstellungen organisiert, ebenso viele Publikationen herausgegeben und vor allem eine umfangreiche und unverwechselbare Sammlung aufgebaut. Dabei wurden früh Künstler_innen gefördert, die in ihren Werken auch gesellschaftskritische und politische Inhalte aufgreifen. Ähnlich wie die von ihr geförderten Künstler_innen und gesammelten Werke leistete auch die Generali Foundation Pionierarbeit und war mit ihren Kunstaktivitäten in vieler Hinsicht ihrer Zeit voraus. Diese Aktivitäten, vor allem aber die Sammlungstätigkeit, machen die Generali Foundation heute zu einer weltweit beachteten und aus der Kunstwelt nicht mehr wegzudenkenden Initiative.

 

Aus Anlass des dreißigjährigen Jubiläums der Generali Foundation steht die neunte Sammlungsausstellung am Museum der Moderne Salzburg daher in Dialog mit dem Gedenkjahr 2018, in dem wir die Ereignisse der Jahre 1918, 1938 und 1968 samt ihren Konsequenzen in Erinnerung rufen: Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wird im November 1918 die Republik Österreich ausgerufen. Im März 1938 findet der „Anschluss" an Hitler-Deutschland statt. Dreißig Jahre später geht die 68er-Bewegung auf die Straße, gegen den Vietnam-Krieg, für die Gleichberechtigung der Frauen, sexuelle Freiheit und andere gesellschaftspolitische Anliegen.

 

Diese drei inhaltlich ganz unterschiedlichen Momente in der Geschichte haben radikale gesellschaftliche und politische Veränderungen hervorgerufen, die in der Kunst nicht unbeantwortet geblieben sind oder von ihr in einigen Fällen vorweggenommen wurden. Zwei Historiker wurden eingeladen, zu den Geschehnissen von 1918, 1938 und 1968 unterschiedliche Aussagen zusammenzutragen. Als ein durch alle Räume der Ausstellung laufendes Band fügen sich diese mit den ausgesuchten Kunstwerken zu einem vielstimmigen Bild oder auch zu einem diskutierbaren Szenario, das wiederum durch Ihre Sichtweisen, liebes Publikum, bereichert wird.

 

Mit Werken von Max Beckmann, Renate Bertlmann, Günter Brus, Otto Dix, VALIE EXPORT, VALIE EXPORT / Peter Weibel, Harun Farocki, Marcus Geiger, Bruno Gironcoli, Dan Graham, Renée Green, Hans Haacke, Anselm Kiefer, Klub Zwei, Július Koller, Käthe Kollwitz, Jarosław Kozłowski, David Lamelas, Dorit Margreiter / Mathias Poledna / Florian Pumhösl / Hans Küng, Walter Pichler, Florian Pumhösl, Isa Rosenberger, Martha Rosler, Carolee Schneemann, Allan Sekula, Martin Walde, Franz West, Heimo Zobernig

 

Kuratorinnen: Sabine Breitwieser, Direktorin, und Antonia Lotz, Kuratorin Sammlung Generali Foundation

 

Jeden Mittwoch 17–20 Uhr, freier Eintritt

 

Weitere Informationen und Veranstaltungen

Lose Blätter in Büchern

Das verborgene Archiv in der Bibliothek von Kristian Sotriffer

Archiv Kristian Sotriffer, Detailansichten © Museum der Moderne Salzburg, Foto: Stefanie Grünangerl

Eröffnung der Ausstellung: 25. Juli 2018, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 26. Juli 2018 – 11. November 2018
Ausstellungsort: Museum der Moderne Salzburg, Rupertinum, Generali Foundation Studienzentrum

 

2004 kaufte das Museum der Moderne Salzburg die Bibliothek des Kunstkritikers Kristian Sotriffer (1932 Bozen, IT – 2002 Wien, AT) an. Diese eröffnet mehr, als der Inhalt der einzelnen Bücher vermuten lässt: ein Archiv diverser Materialien, die Sotriffer zusammengetragen und in seinen Büchern aufbewahrt hat. Sotriffer wirkte auch im ersten Kunstbeirat der Generali Foundation und war dort an der Erstellung des ursprünglichen Sammlungskonzepts zur österreichischen Skulptur der Nachkriegszeit beteiligt. Anlässlich des dreißigjährigen Bestehens der Generali Foundation beleuchten wir exemplarisch Teile seines bislang unbekannten Archivs und spüren dem Leben eines Kunstkritikers im Europa der Nachkriegszeit nach.


Kuratorinnen: Sabine Breitwieser, Direktorin, und Stefanie Grünangerl, Bibliothekarin, Museum der Moderne Salzburg

 

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