Warenkorb
0 Produkte im Warenkorb
(EUR 0,00 )
weiter
Der Shop

Die Generali Foundation hat eine beachtliche Reihe von Publikationen herausgegeben, darunter einige umfangreiche Standardwerke. Der Schwerpunkt ist weniger auf eine Dokumentation der eigenen Aktivitäten gerichtet, als vielmehr auf nachhaltige und hochqualitative Veröffentlichungen zur zeitgenössischen Kunst, die sich eher an eine fachspezifische Leserschaft wenden.
 

Unsere Publikationen sowie Plakate und Postkarten mit Werken aus der Sammlung können auch in der Generali Foundation erworben werden.
 

Kontakt
Brigitte Fortner
Leiterin Shop Museum der Moderne Salzburg
Telefon +43 662 84 22 20-401
shop@remove-this.mdmsalzburg.at

Designs für die wirkliche Welt

"Designs für die wirkliche Welt"
Sabine Breitwieser (Hg.) für die Generali Foundation, Wien 2002.

Vorwort von Dietrich Karner, Einleitung von Sabine Breitwieser, Texte von Azra Aksamija, Marjetica Potrc, Florian Pumhösl und Krzysztof Wodiczko.

Dt./Engl., 320 Seiten, 118 Farb- und 44 s/w- Abbildungen, Softcover
ISBN: 3-901107-37-1
EUR 28,00
In den Warenkorb
  • Beschreibung

    • Die Publikation versammelt exemplarisch Projekte von vier Künstler_innen und Architekt_innen, die sich mit der Gestaltung unserer Lebenswelt auseinander setzen und sich besonders durch ihren interdisziplinären Zugang auszeichnen. Utopisches oder ökologisches Design, Design für die Dritte Welt, „Social Engineering“, Stadtentwicklung, urbane Konfliktstellen und die Frage nach der Verantwortung der Kunst in einer „New Genre Public Art“ werden in den jeweiligen Projekten in unterschiedlicher Weise thematisiert.

      Am Beispiel des „Arizona Marktes“, des größten Schwarzmarktes auf dem Balkan, analysiert und visualisiert Azra Aksamija (österreichische Architektin, geb. 1976 in Bosnien) urbane Phänomene. Gewachsen entlang der Nord-Süd-Verkehrsachse in Nordbosnien, die von den amerikanischen SFOR-Soldaten „Arizona Road“ benannt wurde, offenbart der Markt neue politische, soziale, wirtschaftliche sowie urbane Zustände, die als Folge des Krieges entstanden sind.
      Als Architektin und bildende Künstlerin ausgebildet, beschäftigt sich Marjetica Potrc (geb. 1953 in Slowenien) mit der kontinuierlichen Veränderung der Stadt und dem Dialog zwischen geplant und unreguliert entstandenen Vierteln, u.a. mit den ständig wachsenden Armensiedlungen. Gleich einer „urbanen Anthropologin“ untersucht sie Einzelinitiativen aus unterschiedlichen geografischen und sozialen Bereichen, die High-tech-Probleme mit Lowtech-Lösungen bewältigen.
      Florian Pumhösl (geb. 1971 in Österreich), rekonstruierte u.a. Entwürfe des Designers Victor Papanek, der in den sechziger Jahren mit Design for the Real World eine bahnbrechende Publikation zu Fragen der Gestaltung in Zusammenhang mit Ökologie und sozialer Verantwortung verfasst hat. Durch die „Re-Lektüre“ dieses Klassikers wird erkennbar, was von den Konzepten inzwischen in Massenproduktionen vermarktet wird. Die modellhaften Rekonstruktionen verdeutlichen sich zudem als Medium für den Ideen- und Ideologietransport eines derartigen Designbegriffes.
      Seit den siebziger Jahren entwickelt Krzysztof Wodiczko (geb. 1943 in Polen, lebt in den USA), der auf eine Ausbildung und Praxis als Industrial Designer zurückblicken kann, sog. „Vehikel“, in welchen Funktionen wie Mobilität und Kommunikation oder Mobilität und Schutz vereint sind. In der „Xenology“-Serie (seit 1992) entwickelte er Apparaturen, die zur Benutzung durch Migrant_innen konzipiert sind und diese in ihrer Präsenz und Kommunikation unterstützen. Wodiczko ist auch durch seine Großprojektionen auf öffentlichen Gebäuden bekannt, mit denen er diesen bestimmte politische Inhalte zuweist.