Mia san mia

Hans Haacke

Kleine Ausstellungshalle

 

Ausstellungsansicht: Mia san mia. Hans Haacke, 2001 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Mia san mia. Hans Haacke, 2001 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Mia san mia. Hans Haacke, 2001 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Mia san mia. Hans Haacke, 2001 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Mia san mia. Hans Haacke, 2001 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Mia san mia. Hans Haacke, 2001 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Mia san mia. Hans Haacke, 2001 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Eröffnung: 6. September 2001, 19 Uhr

7. September bis 20. Dezember 2001

Ausstellungsort: Generali Foundation, Wien 4, Wiedner Hauptstraße 15


Hans Haacke (geboren 1936 in Köln, lebt seit 1965 in New York) konzentriert sich in seiner ersten Ausstellung in Wien auf "ein einziges Problemfeld: den Umgang mit der Vergangenheit des Landes und der nationalen Identität, Fragen, die in Österreich und in Deutschland - mehr als mir lieb ist - die Gemüter erhitzen". Hans Haacke, der sich zu Beginn in seinen Arbeiten mit physikalischen und biologischen Systemen beschäftigt hat, verdichtet seine künstlerische Praxis sehr früh in Form einer Analyse und Reflexion sozio-politischer Strukturen. Seit 30 Jahren befasst sich Hans Haacke in seinen Werken mit gesellschaftlichen und politischen Themen. Die zum Teil sehr heftigen, aus seinen Projekten resultierenden Debatten betrachtet er als Teil seiner künstlerischen Arbeit.

"Mia San Mia" ist sowohl Titel der Ausstellung als auch einer neuen Installation, die Haacke speziell für Wien entwickelt hat und die von der Generali Foundation in Zusammenarbeit mit dem Künstler realisiert worden ist. Darin thematisiert Haacke die "Insula Austria", wie Österreich auf dem Cover einer deutschen Kunstzeitschrift einmal bezeichnet wurde. "Mia San Mia" bildet quasi eine "Klammer" mit drei früheren Werken, in denen er sich mit Fragen der Konstruktion von Identität auseinander gesetzt hat. Zwei davon sind in Österreich entstanden bzw. konzipiert worden und haben seiner Ansicht nach "unglücklicherweise nicht an Aktualität verloren". In seiner neuen Arbeit wirft Haacke diese Thematik aus aktueller Perspektive auf.

1988 entwickelte Haacke im Rahmen des "steirischen herbstes" - das Generalthema lautete - "Schuld und Unschuld in der Kunst", jenes der Sonderausstellung Bezugspunkte 38/88 - sein Projekt "Und Ihr habt doch gesiegt", eine Rekonstruktion der NS-Siegessäule auf dem Platz Am Eisernen Tor in Graz. Zwei Wochen vor Ausstellungsende fiel die Installation einem Brandanschlag zum Opfer. 1996 wurde Haacke wieder nach Graz eingeladen, um einen Entwurf für eine Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus am Militärschießübungsplatz "Feliferhof" einzureichen. Ebenfalls in Wien zu sehen ist eine Installation zu dem viel diskutierten Projekt von Hans Haacke im Reichstagsgebäude in Berlin (1999/2000).

 

Kuratorin: Sabine Breitwieser
Kuratorische Assistenz, Ausstellungsproduktion: Nadja Wiesener