Die Gewalt ist der Rand aller Dinge

Subjektverhältnisse, politische Militanz und künstlerische Vorgehensweisen

Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

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Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

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Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

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Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Ausstellungsansicht: Die Gewalt ist der Rand aller Dinge, 2002 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Eröffnung: 16. Januar 2002, 19 Uhr

17. Januar bis 21. April 2002

Ausstellungsort: Generali Foundation, Wien 4, Wiedner Hauptstraße 15


Werke von Gerd Arntz, Linda Bilda, Katja Eydel, Freies Fach, Gérard Fromanger, Global Dustbowl Ballads, Grupo de Arte Callejero, Imma Harms, Thomas Kilpper, Ulrike Müller (J.U.P.), Charlotte Posenenske, P.S.P.I., Yvonne Rainer, Christoph Schäfer, Patricia Reschenbach (J.U.P.), Dierk Schmidt, Theoretisches Fernsehen feat. Judith Hopf, Seth Tobocman, Ultra-red, Klaus Weber

Mit jeweils der ersten Ausstellung im neuen Jahr bietet die Generali Foundation ein experimentelles Programm und setzt so die Reihe der Zusammenarbeit mit jungen KünstlerInnen und KuratorInnen fort. Für 2002 sind die KünstlerInnen und AutorInnen Alice Creischer und Andreas Siekmann (Berlin, Deutschland) eingeladen worden, ein Ausstellungskonzept zu entwickeln. Jenseits von Aktualitätszwängen befragt die Ausstellung das Thema "Militanz" nach seinen geschichtlichen und künstlerischen Modi. Die Ausstellung vereint rund 20 verschiedene künstlerische Beiträge aus den USA, Argentinien und Europa, wobei die Gast-KuratorInnen bewusst auch historische Positionen als Referenzmaterial heranziehen. Die gesamte Ausstellung ist in eine Theatersituation eingebunden, welche den Ausstellungsraum in Bühne und Backstage gliedert.

"Als wir über eine Ausstellung zum Thema Militanz nachdachten, geschah dies vor dem Hintergrund der internationalen Proteste gegen die Politik der WTO, IWF und der G8-Treffen. Jedenfalls, bevor ein Verständnis für politische Militanz zwischen die Mahlsteine von Terror und staatlichem Gegenterror zu geraten drohte. Gerade Letzteres bestärkte uns nach einer Bedenkzeit, unser Vorhaben durchzuführen.

Unserer Meinung nach ist Militanz nicht außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft angesiedelt. Sie ist ihr inhärent, seit die französische Revolution in den Ausruf 'Bereichert Euch' mündete. Das darauf folgende 'Manifest der Zornigen' beruft sich jedoch auf dieselben emanzipatorischen Ideen. Welche Spuren hinterlässt diese Zwiespältigkeit der bürgerlichen Freiheit in der bürgerlichen Subjektivität und in ihren künstlerischen Äußerungen? Wie haben KünstlerInnen darüber gearbeitet, in welcher Weise ist ihr Selbstverständnis mit einer politischen Geschichte der Militanz verbunden und was hat sich jetzt daran verschoben?

Die Begriffe 'Kunst und Militanz' können nicht gegeneinander ausgespielt werden, so wie 'hier der Schein und dort das Reale‘. Sie können auch nicht untergeordnet werden, so wie ‘hier das Mittel zum politischen Zweck'. Vielmehr scheint es in beiden Fällen um eine Form von Aufführung oder Demonstration zu gehen, die verbunden ist mit der wichtigen Anmaßung, öffentlich im Namen anderer zu handeln oder sich zu artikulieren. Die Ausstellung hat nicht den Anspruch, eine Art globale Phänomenologie zum Thema Militanz zu liefern. Sie kann nur eine einseitige - eine sehr parteiische - Skizze bleiben."
(Alice Creischer, Andreas Siekmann)

 

Gast-KuratorInnen: Alice Creischer, Andreas Siekmann (Berlin/Deutschland)
Ausstellungsproduktion: Hemma Schmutz