Macht der Sprache

Aus den Sammlungen

Eröffnung der Ausstellung: 19. Oktober 2018, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 20. Oktober 2018 – 7. April 2019
Ausstellungsort: Museum der Moderne Salzburg, Mönchsberg

 

Die zweite Sammlungsausstellung im Jubiläumsjahr der Generali
Foundation widmet sich der Auseinandersetzung mit Sprache. Dies ist
bereits die zehnte thematische Präsentation mit Werken aus den
Sammlungen des Museum der Moderne Salzburg und den ihm
anvertrauten Dauerleihgaben wie der Fotosammlung des Bundes und der
Sammlung Generali Foundation. In Zeiten „alternativer Fakten“ und „Fake
News“ rückt die Ausstellung die künstlerische Reflexion auf die Macht der
Sprache in den Blick.

 

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts verstärkt und verändert sich der Dialog
zwischen Bild und Text: Sprache wird Teil von Form und Inhalt der Kunst.
Wörter, Wortfragmente und Texte sind Bestandteil von Bildern und
Collagen. In den Werken der konkreten Poesie der 1950er-Jahre wird
Sprache zum Material, und in der Konzeptkunst der zwei darauffolgenden
Jahrzehnte, in der die Idee zur Kunst wird, ist die Sprache zentrales
Medium des künstlerischen Ausdrucks. Die Ausstellung präsentiert eine
Vielzahl von Werken internationaler Künstler_innen dieser Zeit und setzt
diese in einen Zusammenhang mit jüngeren Installationen, Skulpturen und
Bildern, in denen Beziehungen von Sprache und Institutionskritik,
Diskriminierung oder Genderfragen thematisiert werden.

Sprache beeinflusst das menschliche Denken und Handeln. Wörter können
subtil manipulieren, Metaphern können Wahlen entscheiden. Die Macht der
medialen und politischen Sprache zeigt sich immer wieder in der
Propaganda diktatorischer Staaten, aber auch in ihrem Einfluss auf die
Verwendung von Sprache im alltäglichen Leben. In Zeiten, in denen Lügen
als „alternative Fakten“ beschrieben und der eigenen Auffassung
widersprechende Nachrichten als „Fake News“ abgekanzelt werden, wirft
die Ausstellung einen Blick auf die Darstellung und Verwendung von
Buchstaben, Worten und Sätzen in Werken der Sammlungen des
Museums seit Anfang des 19. Jahrhunderts bis heute. Der Umgang der
Künstler_innen mit Sprache reicht dabei von kritisch über formal bis
poetisch und spielerisch.

 

Mit Werken von Christian Ludwig Attersee, Robert Barry, Josef Bauer,
Lothar Baumgarten, Konrad Bayer, Marcel Broodthaers, Günter Brus,
Theresa Hak Kyung Cha, Lovis Corinth, Verena Dengler, Peter
Downsbrough, Heinrich Dunst, VALIE EXPORT, Rainer Ganahl, Heinz
Gappmayr, Francisco de Goya, Jarosław Kozłowski, David Lamelas, Else
Lasker-Schüler, Stéphane Mallarmé, Wendelien van Oldenborgh, Ewa
Partum, Arnulf Rainer, Gerhard Rühm, Ashley Hans Scheirl, Klaus
Scherübel, Ferdinand Schmatz, Kurt Schwitters, Dominik Steiger, Andrea
van der Straeten, Richard Teschner, Ana Torfs, Goran Trbuljak, Joëlle
Tuerlinckx, Timm Ulrichs, Ian Wallace, Oswald Wiener, Heimo Zobernig

 

Kuratorinnen: Antonia Lotz, Kuratorin Sammlung Generali Foundation mit
Marijana Schneider, Kuratorische Assistentin, Museum der Moderne
Salzburg

 

Weitere Informationen und Veranstaltungen

Macht der Sprache. Aus den Sammlungen, Ausstellungsansicht, Museum der Moderne Salzburg, 2018, © Museum der Moderne Salzburg, Foto: Rainer Iglar
Macht der Sprache. Aus den Sammlungen, Ausstellungsansicht, Museum der Moderne Salzburg, 2018, © Museum der Moderne Salzburg, Foto: Rainer Iglar
Macht der Sprache. Aus den Sammlungen, Ausstellungsansicht, Museum der Moderne Salzburg, 2018, © Museum der Moderne Salzburg, Foto: Rainer Iglar
Macht der Sprache. Aus den Sammlungen, Ausstellungsansicht, Museum der Moderne Salzburg, 2018, © Museum der Moderne Salzburg, Foto: Rainer Iglar
Macht der Sprache. Aus den Sammlungen, Ausstellungsansicht, Museum der Moderne Salzburg, 2018, © Museum der Moderne Salzburg, Foto: Rainer Iglar
Macht der Sprache. Aus den Sammlungen, Ausstellungsansicht, Museum der Moderne Salzburg, 2018, © Museum der Moderne Salzburg, Foto: Rainer Iglar
Macht der Sprache. Aus den Sammlungen, Ausstellungsansicht, Museum der Moderne Salzburg, 2018, © Museum der Moderne Salzburg, Foto: Rainer Iglar