public exercises

Ulrike Grossarth, Subject of study, München/Wien 1999 © Ulrike Grossarth

4. Juni 2014, 15–18 Uhr (Deutsch)
Workshop mit Ulrike Grossarth
Anmeldung

Seit 1978 entwickelte Ulrike Grossarth eine Vorgehensweise, die zunächst auf das unbedingte Annehmen der Wirklichkeit des menschlichen Körpers hin angelegt ist. Es geht der Künstlerin darum, sich in den Raum hinein „zu plastizieren“ und somit die Wahrnehmung der eigenen Materialität zu verstärken. Das Bild vom Körper (Idealbild) in einer Idealsituation und Umgebung (Inszenierung) verschwindet und anstelle des verkörperten Bildes entsteht die Gegenwärtigkeit des eigenen Körpers (Präsenz). Die Mischung von bildnerischen Ebenen mit praktischer Tätigkeit als Einübung von „paradoxem Handeln“ in den public exercises führt zu einem Wahrnehmungsmodus, in dem Ulrike Grossarth neue Erkenntnisse vermutet. Es liegt ihr daran, ein anschauliches Arsenal an Formalisierungen und Erkenntnismöglichkeiten herauszuarbeiten, die aus dem künstlerischen Bereich auf andere gesellschaftliche Felder übertragbar sind und dort zu einer transkulturellen Erfahrung und Praxis führen können. Für den Workshop in Wien greift Ulrike Grossarth auf ein Repertoire an Übungen zum Verhältnis von Körper, Raum und Gegenstand zurück, das sie seit 1978 in ihrer tänzerischen und plastisch-bildnerischen Arbeit entwickelt hat.

 

Ulrike Grossarth, geboren 1952 in Oberhausen, Deutschland, lebt und arbeitet in Dresden und Berlin. Sie studierte Künstlerischen Tanz an der Else Lang-Schule, Köln (1969–72) sowie an der Folkwang Hochschule, Essen (1972–74). 1974 und 1975 besuchte sie die Palucca Hochschule für Tanz Dresden. 1980 gründete sie in Essen eine Zweigstelle der von Joseph Beuys initiierten Free International University. Seit 1998 ist Grossarth Professorin für Übergreifendes künstlerisches Arbeiten / Mixed Media an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden. 2009 erhielt sie den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste Berlin.

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