Mary Kelly. Rereading Post-Partum Document

Publikation zur Ausstellung

Sabine Breitwieser (Hg.) für die Generali Foundation, Wien 1999.
Vorwort von Dietrich Karner, Einleitung von Sabine Breitwieser, Interview von Juli Carson mit Mary Kelly, Texte von Isabelle Graw und Griselda Pollock, Statements von Silvia Eiblmayr, Dan Graham, Renée Green, Simon Leung, Susanne Lummerding und Dorit Margreiter.

Dt./engl., 280 Seiten, 33 Farb- und 60 s/w-Abbildungen, Softcover.

Post-Partum Document ist ein zentrales Werk der siebziger Jahre, in welchem das Konzept der ortsbezogenen Kunst vollkommen neu beleuchtet wird. In der Einleitung und in den sechs folgenden Abschnitten bildet Kelly's Beziehung zu ihrem (männlichen) Kind die Grundlage für eine breitere Auseinandersetzung mit dem eintritt des Subjekts in die Sprache. In kritischer Auseinandersetzung mit dem Eintritt des Subjekts in die Sprache. In kritischer Auseinandersetzung mit Psychoanalyse und Feminismus, aber auch durch ihre provokante Haltung gegenüber der Konzeptkunst ist es Mary Kelly gelungen, ein facettenreiches Kunstwerk zu schaffen, das einen symptomatischen blinden Fleck des Modernismus aufzeigt: die Frau als Künstlerin und Mutter. Mary Kellys siebenjähriger Prozeß der Reflexion und Visualisierung nimmt in der Kunstgeschichte einen einzigartigen Platz ein.

Die Einleitung und alle folgenden sexhs Sektionen des Post-Partum Document (1973-78) von Mary Kelly waren 1998 in der Generali Foundation in Wien erstmals gemeinsam in einer Ausstellung zu sehen. Aus diesem Anlaß wurde die Original-Publikation zu Post-Partum Document, welche dieses zentrale Werk in Buchform wiedergibt, neu aufgelegt, zum ersten Mal auch in deutscher Übersetzung. Rereading PostPartum Document rückt die Konzeption, eine wichtige Ergänzung zum historischen Reprint dar. Neben der Dokumentation der von Juli Carson zusammengestellten Archivsektion werden die Beiträge eines Symposions sowie Kurzstatements von KunsthistrikerInnen und KünstlerInnen veröffentlicht. Im umfangreichen Bildteil mit zahlreichen Farbabbildungen kann Post-Partum Document aus der Perspektive des Ausstellungsbesuchers noch einmal erlebt werden.